Hinter dem Anliegen der Klienten verbirgt sich oft ein Trauma

Hinter dem Anliegen der Klienten verbirgt sich oft ein Trauma

Hinter dem Anliegen der Klienten verbirgt sich oft ein Trauma
Die Fähigkeit, sich in Gegenwart anderer Menschen sicher zu fühlen, ist wohl der wichtigste Aspekt psychischer Gesundheit. Sichere Beziehungen sind für ein sinnerfülltes Leben unerlässlich.

Doch auch Gefahr gehört zu unserem Leben, sie ist ein normaler Bestandteil unseres Lebens. Unser Gehirn ist dafür ausgestattet, Gefahren zu erkennen, angemessen auf Gefahr zu reagieren und der Gefahr zu entkommen, um zu überleben.

Bei einem Trauma ist das nicht so. Ein Trauma heißt, dass es dem Menschen nicht möglich war, sich durch Flucht oder Kampf aus der Gefahrensituation zu befreien. Er erstarrt in seinem Entsetzen. Doch weiterhin werden Stresshormone ausgeschüttet, die auf den Körper in der Weise weiterwirken, als wäre die Gefahr noch immer da.

Selbsterlebte Traumate

Etwa jeder dritte Mensch erlebt in seinem Leben eine ihn existentiell bedrohende traumatische Situation. In Kriegszeiten gibt es wohl kaum einen Menschen, der unbeschadet diese Zeiten überleben konnte, ohne auf die eine oder andere Weise ein das Leben bedrohendes Trauma erlebt zu haben.

Doch auch in Friedenszeiten gibt es die verschiedensten Situationen, in denen ein Mensch traumatische Erfahrungen machen musste.

Die Menschen kommen mit den verschiedensten Anliegen zur Aufstellung. Oft sind es Beziehungsprobleme in der Familie. Ein gestörtes Verhältnis zur Mutter, Schwierigkeiten mit den Geschwistern oder in der Partnerschaft, Sorgen um die Kinder. Aber auch Angstzustände, Traurigkeit, innere Suche, Probleme im Beruf, Geldmangel, Erkrankungen, Schmerzen, Übergewicht oder Verhaltensauffälligkeiten sind Anliegen, um nur einige zu nennen.

Doch wir wissen oft nicht, dass die Symptome, die uns bedrängen, ihre Ursache in Traumata haben. Doch hinter den Anliegen verbirgt sich oft ein Trauma.

Bindungstraumata sind wohl die häufigste Form eines Traumas, mit denen Menschen zur Aufstellung kommen. Ein Bindungstrauma hat oft keinen Krankheitscharakter, beeinträchtigt aber das Leben auf wesentliche Weise. Es betrifft viele Menschen, die Symptome sind verschieden. Auch Trennungstraumata und Verlusttraumata sind häufig und führen zu anhaltenden schmerzhaften Folgen. Sie wirken einengend auf unsere Möglichkeiten, ein gutes selbstbestimmtes Leben zu führen.

Existenztraumata, Schocktraumata und Entwicklungstraumata, die ihre Ursache in Vergewaltigung, Missbrauch oder Gewalt haben, brauchen eine intensive längerfristige traumatherapeutische Begleitung. Hier kann eine Aufstellung oder auch mehrere Aufstellungen Teil des Begleitungsprozesses sein, damit die tiefen seelischen und körperlichen Wunden, die das Trauma erzeugt hat, langsam heilen können.

Das Trauma wirkt im Körper

Alles, was wir erleben, alle Erfahrungen, Emotionen, Empfindungen, Gedanken vollziehen sich in unserem Körper als eine energetische innere Bewegung. Diese Bewegung hat einen Beginn, eine Mitte und ein Ende. Die Erfahrung fließt durch uns hindurch, wird gefühlt, in Körper und Geist unmittelbar verarbeitet und dann als Erfahrung integriert.

Wenn wir jedoch eine Erfahrung, weil wir sie als zu schmerzhaft empfinden, nicht vollständig durch uns hindurchfließen lassen können, bleibt sie als energetische Information und als energetische Spannung in unserem Körper gespeichert.

An starken Emotionen sind nicht nur der Geist, sondern der ganze Körper beteiligt: Herz, Lunge und Atmung, Schilddrüse, Verdauung, Leber, Nieren und Nebennieren, Magen und Darm. Der Vagusnerv hat dabei eine zentrale Bedeutung. Über den Vagusnerv sind Gehirn, Emotionen und Körper miteinander verbunden.

Qualvolle Gefühle und Herzenskummer spüren wir körperlich. Es schnürt uns die Kehle zu, es schmerzt das Herz, es verschlägt uns den Atem, wir haben das Gefühl, einen Schlag in die Magengrube versetzt zu bekommen, es geht uns an die Nieren.

Diese Reaktionen bewirkt der Vagusnerv. Er registriert Kummer und Emotionen und leitet diese an den Körper weiter, damit der Mensch daraufhin sich in Sicherheit bringen kann, Hilfe suchen, kämpfen oder fliehen und dieser Situation ausweichen kann.

Da der Körper zwar wahrnimmt, es dem Gehirn aber nicht möglich ist zu erkennen, reagiert der Körper mit Körperbotschaften: Asthma, Herzrasen, chronische Schmerzen, Verdauungsstörungen, Reizdarm, Chronische Erschöpfung, Migräne…

So kommen somatische Symptome ohne eindeutige körperliche Ursache bei traumatisierten Menschen häufig vor. Unter traumatisierten Kindern ist die Zahl, der an Asthma erkrankten fünfzig mal so hoch wie bei nicht traumatisierten Kindern.

Körper und Seele

In den Aufstellungen wird sichtbar, wie Traumata im Körper verhindern, dass sich die Seelenbewegungen zu einem guten Ende vollziehen können. Körper und Seele verharren in einer Starre. Das geschieht nicht nur in dem Moment des traumatischen Erlebnisses. Es ist ein Zustand, der zeitlos ist. Es fesselt den Betroffenen im tiefen Inneren auf körperlicher und seelischer Ebene, auch wenn das traumatische Erlebnis schon viele Jahre zurück liegt.

Traumatische Erfahrungen und Traumafolgen

Die Folgesymptome von Traumata sind vielfältig, sie verändern sich im Laufe des Lebens und können sich auch phasenweise abwechseln. Auch wenn sich diese Symptome, wie Angstzustände, Panikattacken, Enge-Gefühle, Flashbacks, Übererregung, Taubheitsgefühle und psychosomatische Symptome so anfühlen, als wären Körper und Seele krank, so sind sie nicht wirklich krank. Sie sind vom Wesen her ein Versuch unseres Nervensystems, mit der Traumatisierung umzugehen, die hohe Aktivierung des Nervensystems aufzulösen und den Menschen endlich wieder in Sicherheit zu bringen.

Die Traumata der Eltern und Großeltern

Sehr viele Menschen haben in ihrem Leben selbst traumatische Erfahrungen machen müssen.
Doch hier möchte ich dich einladen, neu auf deine Eltern und Großeltern zu schauen. Denn auch die Traumata der Eltern und Großeltern wirken noch in uns weiter. Wir haben diese Erfahrungen dann nicht selbst gemacht. Doch ihre Auswirkungen bekommen wir zu spüren. Wir übernehmen Gefühle oder fühlen sie manchmal sogar so real, als wären es unsere eigenen Gefühle.

Was haben deine Eltern und Großeltern erlebt? Kannst du an den nachfolgend beschriebenen Symptomen erkennen, was auf deine Eltern und Großeltern und damit letztendlich auch auf dich selbst gewirkt hat? Kannst du Symptome wiedererkennen?

Ich habe als Kind immer furchtbar unter Albträumen gelitten. Einmal, ich war gerade ein Schulkind, also etwa 7 oder 8 Jahre alt, habe ich meinen Vater gefragt: „Kann ein Kind die Kriegserlebnisse auch erben?“ Mein Vater hat es verneint. Doch ich habe in meinen schrecklichen Albträumen immer Kriegsszenen gesehen. Wir hatten ja damals keinen Fernseher. Und erzählt hat der Vater auch nichts. Doch „die Informationen waren im Feld“, wie wir heute sagen würden. Woran erkennen wir ein Trauma?

Die Last der Gefühle und Gedanken

Menschen, die traumatische Erfahrungen machen mussten, kennen die bedrückenden Gefühle in der Brust, die Angst, die überall im Körper spürbar ist, das ständige Auf-der-Hut-sein, die stete Anspannung, um die Kontrolle zu behalten, die unvorhersehbaren Wutausbrüche, das Gefühl tiefer Verzweiflung, der Selbsthass, die tiefe Scham, die innere Unruhe und Angespanntheit. Auch Verwirrung und Verstummen und irrationale Gedanken.

Traumatisierte Menschen fürchten Konflikte. Sie haben Angst, die Kontrolle zu verlieren und damit zum wiederholten Male Verlierer zu sein. Sie versuchen zu verbergen und zu vergessen, wie verängstigt, wütend oder hilflos sie sind. Sie fürchten tiefe Gefühle. Sie haben Angst, ihre Emotionen zu erleben, da sie zu schmerzhaft sind und zu Kontrollverlust führen können.

Oft sind sie schreckhaft und nervös und haben Angst. Sie haben Angst vor Ablehnung, Taubheitsempfindungen, die Unfähigkeit sich zu konzentrieren und die Unmöglichkeit, einem anderen Menschen zu vertrauen. In Gegenwart anderer Menschen ist es nicht möglich, die Augen zu schließen. Auch ist es oft unmöglich, berührt zu werden.

Wenn die traumatische Situation so lebensbedrohlich ist, dass der einzige Weg ist, den Geist davon „wegzuziehen“, dann spalten sich Teile des Bewusstseins ab. Dies nennt man Dissoziation. Das überwältigende Erlebnis und die damit verbundenen überwältigenden Gefühle werden abgespalten und aufgeteilt.

Von da an führen die Geräusche, Gefühle, Gerüche, Empfindungen, die mit dem Trauma verbunden sind, ein Eigenleben. Sie können zu Flashbacks und den unterschiedlichsten emotionalen, körperlichen und seelischen Belastungen führen.

Flashbacks und Albträume

Ich frage mich oft, ob es einem der Männer, die aus dem Krieg zurückgekommen sind, vergönnt war, ohne Albträume weiterzuleben. Denn sie hatten keine Chance, therapeutisch begleitete Heilungsschritte gehen zu können. Und solange die Stressreaktion noch nicht aufgelöst ist, bleibt der Körper in Alarmbereitschaft und emotionale Reaktionen der ursprünglichen traumatischen Situation wiederholen sich unablässig.

Doch Flashbacks und Reinszenierungen sind schwerer zu ertragen als das Trauma selbst. Denn das traumatische Erlebnis ist irgendwann vorbei. Die Reaktionen im Nachhinein jedoch nicht. Der betroffene Mensch weiß nie, wann sein Körper die traumatische Reaktion auslöst, wann sie beginnt und wann sie endet. Oft war der Alkohol die einzigen „Medizin“ gegen diese Flashbacks und Albträume.

Erinnerungsverlust und fehlende Worte

Niemand möchte sich an Schmerzhaftes erinnern. In dieser Hinsicht unterscheiden sich die Menschen, die das Trauma erlebt haben, nicht von den anderen Menschen der Gesellschaft. Jeder Mensch hat das Bedürfnis, in einer Welt zu leben, die sicher und beherrschbar ist und in der er sich orientieren kann. Denn die Essenz von Trauma ist, dass es überwältigend, entsetzlich und unerträglich ist.

Biochemische Prozesse im Gehirn und im Autonomen Nervensystem bewirken, dass die Erinnerung des traumatischen Ereignisses unterdrückt wird und nicht mehr zugänglich ist. Solange eine Erinnerung unzugänglich ist, kann der Geist sie jedoch nicht verändern. Da auch das Sprachzentrum im Gehirn blockiert wird, fehlen zumeist auch die Worte.

So hatten traumatische Erlebnisse unserer Eltern und Großeltern oft keine Chance, heilen und sich als vergangen integrieren zu können.

Nicht planen und entscheiden können

Im Zustand der Gefahr vermindern die Gehirnbereiche für das Selbstempfinden ihre Aktivität bis fast null, es gibt in der Mitte des Gehirns einen Bereich für das Selbstgewahrsein, der u.a. eng mit dem medialen Präfrontalkortex verbunden ist. Das erklärt, warum Traumatisierte oft ihr Sinngefühl und ihre Orientierung verlieren.

Ein Trauma kann zu einer Störung der Entscheidungsfähigkeit führen. Sie können dann nicht planen und vorausschauen, keine Entscheidungen treffen oder einen Plan umsetzen. Der Mensch trifft Entscheidungen, die seinen Interessen offensichtlich zuwiderlaufen, er kann seine Zukunft nicht mehr vernünftig planen und kann als Folge einen beruflichen und sozialen Abstieg erleiden.

Traumatisierte Menschen haben nicht die Fähigkeit herauszufinden, was gefährlich und schädlich ist. Und auch nicht, was ungefährlich und förderlich ist. Beides sind Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben.

Traumata bewirken eine Veränderung der Wahrnehmung. Sie verändern nicht nur, wie wir denken und mit welchen Inhalten sich unser Geist beschäftigt, sondern verändern auch unsere Denkfähigkeit selbst. Es ist dann nicht möglich, die Aufmerksamkeit zu fokussieren und den Überblick über die aktuelle Situation zu behalten.

Gestörtes Selbstempfinden

Traumatisierte Menschen haben in der traumatischen Situation ihre Gefühle abgeschaltet. Die Folge war, dass sie nicht mehr erkennen konnten, was sie empfinden. „Ich weiß nicht, was ich empfinde“ bedeutet, ich kann dem Empfinden keinen Namen geben und weiß somit auch nicht, was ich damit machen kann.

Traumatisierte Menschen leiden unter Alexithymie. Sie können nicht beschreiben was sie empfinden, weil sie nicht wissen, was ihre physischen Empfindungen bedeuten. Alexithymie hat keine Worte für die eigenen Gefühle und Empfindungen, die sie ständig bedrängen. So haben sie auch keinen Kontakt zu ihren Bedürfnissen und können deshalb ihr Verhalten nicht auf ihre Bedürfnisse einstellen, ganz gleich, ob es darum geht, die richtige Menge zu essen oder den notwendigen Schlaf zu bekommen.

Da traumatisierte Menschen oft nicht spüren, was in ihrem Körper vor sich geht, sind sie zu nuancierten Reaktionen auf Frustrationen oft nicht in der Lage. Deshalb reagieren sie auf Stress unangemessen stark und wütend oder auch gar nicht. Oft sind sie nicht in der Lage zu sagen, was sie in Rage gebracht hat.

Verdrängen und betäuben

Eine Möglichkeit als Reaktion auf Gefahren und unerträgliche Gefühle ist, die Gefahr zu leugnen und zu verdrängen und „den Kopf in den Sand“ zu stecken. Auch Medikamente, Drogen oder Alkohol können die unerträglichen Gefühle und das Wahrnehmen der Gefahr verhindern oder mindern. Das hilft nicht auf Dauer. Immer mehr muss die Dosis erhöht werden, um Momente der Erleichterung von den bedrängenden und nicht aushaltbaren Gefühlen zu erreichen.

Schon seit Jahrhunderten betäuben Soldaten ihren Schmerz, ihre Reizbarkeit, ihre Depression und schrecklichen inneren Bilder mit Alkohol. Trunkenheit während eines gewalttätigen Angriffes mindert die Wahrscheinlichkeit der Entstehung einer Posttraumatischen Belastungsstörung.

Kein Vertrauen

Für Säugetiere und für Menschen auch ist es normal, ständig ein wenig auf der Hut zu sein. Doch wenn wir uns einem Menschen emotional nahe fühlen wollen, müssen wir unser Achtungssystem zeitweilig etwas abschalten können. Dazu sind traumatisierte Menschen jedoch nicht mehr in der Lage.

Menschen, die ein Trauma erlebt haben, können ihre Erregungszustände nicht selbstbestimmt regeln. Sie haben plötzliche impulsive unkontrollierbare Wutanfälle, sind leicht provozierbar, übererregt, desorganisiert, sie verschließen sich, ziehen sich zurück oder geben auf. So wird es schwierig oder gar unmöglich, tragfähige und vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen.

Ständig müde und ein gemindertes Immunsystem

Traumatisierte Menschen sind zu erregt und nervös und gleichzeitig ständig müde. Eine anhaltende Angespanntheit und Wachsamkeit führen zu Schlafstörungen und letztendlich auch zu gesundheitlichen Problemen. Viele Erkrankungen, wie Asthma, Migräne, Neurodermitis, Rheuma, Krebserkrankungen, Verdauungsprobleme können Traumata als Ursache haben. Denn nachweislich wirken sich belastende Ereignisse negativ auf die Immunfunktion des Körpers aus.

Hast du einige Symptome wiedererkannt?

Hast du einige der Symptome wiedererkannt? Bei dir selbst vielleicht sogar? Oder bei deinen Eltern, deinen Großeltern oder deinen Geschwistern? In abgemilderter Form? Oder mehrere der Symptome? Das ist der erste und wesentlichste Schritt. Denn nur wenn uns etwas bewusst wird, können wir Heilungsschritte gehen. Damit die Seele in Frieden kommt.

Das Prinzip der Heilungswege

Traumata rauben das Gefühl, das Leben selbst bestimmen zu können und entscheiden zu können, was in unserem Leben geschieht. Das Schwierigste auf dem Weg der Heilung ist, über die Reaktionen des Körpers, über die Gedanken und Gefühle wieder selbst entscheiden zu können. Das eigene SELBST (wieder) selbstbestimmt leben zu können.

Alle Wege sind darauf ausgerichtet, dass der Klient den Zustand von Kampf, Flucht und Erstarrung verlassen kann. Dass er die Wahrnehmung von Gefahr und Sicherheit neu findet oder wiederfindet und Erregungszustände in Körper, Geist und Seele selbst regulieren kann.

Es gibt dabei zwei Ansätze, die möglichst miteinander kombiniert werden: Der erste Ansatz ist eine Methode zum Abbau der körperlichen Anspannung. Der zweite Aspekt sind neue Erfahrungen der Selbstwirksamkeit und Sicherheit.

EMDR, SE, Brainspotting, Neurofeedback, aber auch Yoga, EFT (Klopfen, Emotional Freedom Technique), Theaterarbeit und auch Aufstellungen ermöglichen dem Klienten, die durch das Trauma aktivierten Erinnerungen zu erleben, nun aber verbunden mit einer Wiederherstellung des Gefühles der eigenen Wirkmacht (Agancy) und der Sicherheit von Körper, Geist und Seele. So entsteht eine neue gesunde Kommunikation zwischen Geist, Gehirn und Körper zur Regulation der Emotionen.

Eine neue Erfahrung: Das Trauma ist vorbei

Die Aufstellungsarbeit ermöglicht, dass sich verborgene, aus dem Bewusstsein verdrängte eigene Traumata und auch Traumata der Eltern und Großeltern in einer Aufstellung zeigen können. Nun aber bleibt diese Erfahrung nicht in der traumatischen Situation gefangen und an der Stelle stehen, an der sie damals erstarrt ist und „eingefroren“ wurde. Jetzt kann in geschütztem Rahmen die Geschichte „weitergehen“. Sie vollzieht sich zu der Lösung, die ihr damals nicht möglich war.

Der Aufstellungsleiter führt den Klienten durch das Trauma an einen Punkt, an dem sein Körper, seine Seele und sein Geist erfährt, dass das Erlebte vorbei ist und dass der Klient nun in Sicherheit ist. So wird das Erlebte zu einer „Erzählung“ über ein schreckliches Erlebnis, das vor langer Zeit stattgefunden hat und nun vorbei ist.

Diese Begleitung ist eine Kunst. Der Aufstellungsleiter sollte eine traumatherapeutische Ausbildung haben, um den traumatischen Prozess so zu begleiten, dass sich der Klient sicher fühlt. Dann endlich können die inneren Seelenbewegungen an ein Ende kommen, an dem sich Körper, Geist und Seele sicher fühlen und in Frieden kommen können.

Verstrickungen und Traumata deiner Familiengeschichte lösen

Wenn du schon vieles ausprobiert hast und dich dennoch immer wieder belastende Gefühle bedrücken oder einengende Muster dich einschränken, dann ist es ein guter Weg, eine Familienaufstellung zu machen, damit sich verborgene Dynamiken zeigen und lösen können, die dein Denken bisher nicht erfassen konnte. Dann wirst du frei für neue Schritte.

Hier findest du die Termine für die Aufstellungsseminare und kannst dich hier auch für ein Seminar anmelden. Oder du kannst dich für die Einzelarbeit entscheiden. Auch das ist eine gute Möglichkeit, damit belastende Erfahrungen endlich vorbei sein können.

Neue neuronale Muster im Gehirn durch eine Familienaufstellung

Wir brauchen neue vertrauensvolle Erfahrungen. Wir brauchen neue emotionale Körpererfahrungen, um Geborgenheit und Vertrauen am eigenen Leibe zu erleben.

Wir brauchen die Erfahrung, in Sicherheit im Herzen und am Leib berührt werden zu können. Wir brauchen Hilfe, dass unsere Angst abfließen kann, einen Menschen, der unseren Schmerz aushält und uns durch den Schmerz begleitet. Schritt für Schritt, bis der Körper versteht, dass die Gefahr vorbei ist, dass jetzt jetzt ist und dass er neu vertrauen kann.

Ich wünsche dir, dass du dich sicher fühlst. Vor allem mit dir selbst.
Herzlichst
Renate

 

 


Impressum:
Text: Dr. Renate Wirth
Foto: pixabay.com

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Praxis: Prinzregentenstraße 7 in 10717 Berlin
Veröffentlichen des Textes und von dessen Auszügen nur mit Erlaubnis der Autorinnen.