Auch Väter lieben ihre Kinder von ganzem Herzen

Auch Väter lieben ihre Kinder von ganzem Herzen

Auch Väter lieben ihre Kinder von ganzem Herzen

Väter. Wie oft wurden sie verkannt, abgewertet, nicht gesehen. Sätze der Teilnehmer: „Mein Vater war nie für mich da.“ oder „Ich hatte einen schwachen Vater. „und „So wie mein Vater möchte ich nie werden.“ höre ich immer wieder. Sicherlich hat das Kind so empfunden. Und hat diese Gefühle so abgespeichert. Es ist ein Aspekt seiner Wahrheit, aber nicht die ganze Wahrheit.

Unsere Kindheitserinnerungen bewerten den Vater

Ein Kind ist nicht in der Lage, seine Erlebnisse und Gefühle in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Es kann keine Schicksalsbezüge erkennen und kann die existentielle Situation der Eltern weder verstehen noch in seiner Ganzheit erfassen. Dem Kind fehlt die Lebenserfahrung, um die Ereignisse in der Familie zu verstehen und einordnen zu können. Es kann deshalb das, was die Eltern machen und erleben, nur nach seiner eigenen Gefühlswelt beurteilen.

Das ist eine sehr einseitige „eingefärbte“ Wahrheit, die die Größe der Situation nicht erfassen kann. Mit dieser Wahrheit, die ein Kind punktuell erinnert je nach der Intensität der Gefühle, die damals mit der Situation verbunden waren, mit dieser Wahrheit lebt es dann meist ein ganzes Leben lang.

Erst bei eigenen Schicksalsschlägen beginnen wir manchmal, diese „Wahrheit“ zu hinterfragen. Denn es ist einem Erwachsenen möglich, die Ereignisse in einem größeren Kontext zu sehen. Als Erwachsene können wir sehen, dass Schicksalsereignisse wirken und gewirkt haben.

Doch wie geht es dem Vater mit dieser Abwertung?

Jeder Vater jenseits aller Verstrickungen möchte, dass es dem Kind gut geht. Ich habe einmal den Satz gehört: „Was der Mutter ans Herz geht, das geht dem Vater bis ans Knie.“ Das kann ich aus meinem Leben und aus meinen Erfahrungen in der Aufstellungsarbeit nicht bestätigen.

Ich sehe, wie es einen Vater schmerzt, wenn er keinen Kontakt zu seinen Kindern haben kann. Ich sehe, wie es einen Vater schmerzt, wenn die vielleicht ehemals heile Familie durch eine Scheidung verloren geht und er mit seinen Kindern nicht mehr den Alltag teilen kann.

Ich sehe, wie erwachsene Männer den Tränen nah sind, wenn ihre Kinder sich von ihnen abwenden. Wie es sie schmerzt, wenn ihre Form der Fürsorge nicht gesehen und anerkannt wird als eine Form, dem Kind Sicherheit zu bieten. Wie ihn der Satz “Du hast ja nur gearbeitet.“ schmerzt, da seine Leistung, die Familie zu versorgen und all seine Anstrengungen vom Sohn und der Tochter nicht wahrgenommen werden.

Und ich sehe das große Glück, wenn Kinder ihre verletzten Kindheitsgefühle heilen können und es ihnen möglich wird, neu auf den Vater zu schauen: Auf die ihm innewohnende Liebe, Schönheit und Kraft.

Auch Väter lieben ihre Kinder von ganzem Herzen

Väter reagieren anders als Mütter. Sie sind in ihren Gefühlen oft verhaltener, doch auch sie lieben ihre Kinder von ganzem Herzen. Ist einem Vater der Kontakt zu seinem Kind verwehrt, leidet sein Herz in der ganzen Tiefe. So wie bei Peter. Nach einer Aufstellung schreibt er:

„Ich würde ganz gerne die freudige Nachricht mit Ihnen teilen, dass ich Kontakt zu meinem Sohn habe. Donnerstagabend hatte er sich bei mir gemeldet. Ich habe ihn am Freitag abgeholt in Berlin und er hat hier zwei Tage verbracht, seine Brüder, seine Großeltern, seine Tante und meine Frau hat er kennen gelernt. Wir hatten ein großes Festessen und viele Freudenträne sind geflossen.

Ich bin unglaublich glücklich, dass der Kontakt wiederhergestellt ist. Er ist ein fantastischer Junge, der sehr schwierige Zeiten erlebt hat. Unglaublich klug ist er. Ich bin ein stolzer glücklicher Vater.
Vielleicht hatte die Familienaufstellung wirklich dazu beigetragen das wir uns so schnell getroffen haben. Es hat mir jedenfalls geholfen mich auf das Treffen vorzubereiten. Ich möchte mich herzlich bedanken für Ihren guten Rat und Ihre Hilfe.“

Väter lieben mit der gleichen Wärme wie Mütter. Sie wünschen sich, dass ihre Kinder gedeihen, dass sie die Kinder umarmen dürfen, dass sie ihre Kinder unterstützen können und dass sie ihren guten Weg finden.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob eine Familienaufstellung für dich der nächste gute Schritt ist, dann kannst du dir hier kostenlos das eBook „5 Schritte zu mehr innerer Freiheit“ herunterladen. Oder du kannst als Stellvertreterin oder als Stellvertreter die Aufstellungsarbeit im Seminar kennenlernen. Hier findest du die Termine und kannst dich hier auch anmelden.

Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir möglich wird, dass die Liebe Platz findet, so wie du es dir wünschst. Dass du sie leben kannst in all ihren Facetten. Mit deinen Kindern und deinen Eltern.

Alles Liebe für dich.
Herzlichst
Renate

 

 


Impressum:
Text: Dr. Renate Wirth
Foto: pixabay.com

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renate.wirth@aufstellungstage.de

Praxis: Prinzregentenstraße 7 in 10717 Berlin
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